Hängende Brust (Ptosis): Ursachen, Grade und Behandlungen

Hängende Brust (Ptosis): Ursachen, Grade und Behandlungen

  • Bruststraffung bei Ptosis

Im Laufe des Lebens verändert sich die weibliche Brust. Dieser Prozess ist ganz normal und wird unter anderem durch Gewichtsveränderungen, Schwangerschaft, hormonelle Gründe sowie den natürlichen Alterungsprozess beeinflusst. Mit der Zeit können die Brüste somit an Spannkraft und Form verlieren. Da die Brüste für viele Frauen eng mit dem Wohlbefinden und mit Weiblichkeit verbunden sind, können hängende Brüste eine starke Belastung darstellen. Zwar ist eine hängende Brust keine direkte Erkrankung oder ein gesundheitliches Problem, sie kann aber für die betroffenen Frauen zu einem Störfaktor werden, der den Alltag und die Lebensqualität einschränkt.

Mit einer Bruststraffung kann der Brust eine harmonische Form und natürliche Straffheit zurückgegeben werden. Im folgenden Beitrag zeigen wir Ihnen, wie sich eine hängende Brust gezielt behandeln lässt und was es dabei zu beachten gibt.

Was ist unter Brustptose zu verstehen?

Eine Brustptose (Ptosis mammae) beschreibt das Absinken von Brustgewebe. Charakteristik für eine sogenannte Hängebrust ist die Position der Brustwarze im Verhältnis zur Unterbrustfalte. Verlagert sich die Brustwarze nach unten und ist auf gleicher Höhe mit der Unterbrustfalte oder darunter, spricht man in der Regel von einer hängenden Brust. Natürlich gibt es dabei zahlreiche individuelle Unterschiede.

Wichtig ist jedoch auch, zu berücksichtigen, dass nicht jede Brust, die weich oder weniger straff erscheint, sogleich eine Ptosis aufweisen muss. Manche Frauen verfügen über eine natürliche Brustform mit tieferliegendem Gewebe, ohne eine ausgeprägte Ptosis zu haben. Auch spielen die Gesamtästhetik und das individuelle Wohlbefinden eine Rolle dafür, ob eine Behandlung sinnvoll ist.

Wie kommt es zu einer hängenden Brust?

Es gibt unterschiedliche Ursachen, die zum Absinken der Brüste beitragen können. Die Gründe für eine Hängebrust sowie die jeweilige Ausprägung sind immer individuell. Während manche Frauen auch im höheren Alter oder nach unterschiedlichen Einflüssen eine straffe Brust behalten, entwickelt sich bei anderen bereits deutlich früher eine Brustptose.

Natürlicher Alterungsprozess
Einer der Hauptfaktoren für eine Ptosis ist die natürliche Alterung, denn mit der Zeit lässt die Elastizität auf natürliche Weise nach. Zudem verändern sich Kollagen- und Elastinfasern, wodurch die Spannkraft ebenfalls reduziert wird. Dadurch verringert sich der Halt des Brustgewebes. Schwerkraftbedingt sinkt die Brust nach unten.

Schwangerschaft und Stillzeit
Während einer Schwangerschaft verändern sich die Brüste für gewöhnlich. Zunächst vergrößern sie sich. Nach dem Abstillen bildet sich das Drüsengewebe wieder zurück. Dadurch verändert sich natürlich auch das Volumen der Brust. Die Brüste können dabei kleiner erscheinen als vor der Schwangerschaft. Wurde die Haut zudem stark gedehnt, kann es nach dem Abstillen passieren, dass sie sich nicht vollständig zurückbilden kann und das Erscheinungsbild der Brust beeinflusst.

Wechseljahre
Nicht nur Schwangerschaft und Stillen beeinflussen den weiblichen Hormonhaushalt stark, sondern auch die Wechseljahre. Insbesondere der sinkende Östrogenspiegel beeinflusst die Zusammensetzung des Brustgewebes. Das Drüsengewebe bildet sich zunehmend zurück und wird teilweise durch Fettgewebe ersetzt. Gleichzeitig verliert die Haut an Elastizität und das Bindegewebe an Spannkraft. Dadurch kann die Brust weicher werden und sich im Laufe der Zeit absenken.

Starke Gewichtsveränderung
Die Brustform kann auch durch Gewichtsschwankungen beeinflusst werden. Nimmt eine Frau deutlich zu, vergrößert sich häufig auch der Fettanteil der Brust. Nach einer starken Gewichtsabnahme geht dieses Volumen wieder zurück. Da sich die Haut während dieses Prozesses mitunter stark dehnt und eventuell nicht vollständig zurückbilden kann, können Hautüberschüsse verbleiben, die die Brust erschlaffen lassen.

Individuelle Veranlagung
Nicht zuletzt spielt auch die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle. Die Qualität des Bindegewebes ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche Frauen besitzen von Natur aus ein sehr festes Gewebe, andere entwickeln bereits in jungen Jahren eine weichere Brustform, die eine hängende Brust begünstigen kann. Zudem ist auch die Brustgröße entscheidend: Größere Brüste belasten das Gewebe stärker und können durch das höhere Eigengewicht zu einer hängenden Brust führen.

Die verschiedenen Grade einer Brustptose

Leichte Brustptose (Grad I)
Bei einer leichten Brustptose befindet sich die Brustwarze etwa auf Höhe der Unterbrustfalte oder nur geringfügig darunter. Die Brust besitzt noch eine gute Grundform, wirkt jedoch etwas weniger straff als früher.

Mäßige Brustptose (Grad II)
Bei einer mittelgradigen Ptosis liegt die Brustwarze deutlich unterhalb der Unterbrustfalte, zeigt jedoch noch nach vorne. Das Brustgewebe ist sichtbar abgesunken und der Hautüberschuss meist stärker ausgeprägt.

Ausgeprägte Brustptose (Grad III)
Bei einer ausgeprägten Brustptose liegt die Brustwarze unterhalb der Unterbrustfalte und zeigt zusätzlich nach unten. Das Brustgewebe ist deutlich abgesunken und der Hautüberschuss entsprechend groß.

Pseudoptose
Eine Sonderform stellt die sogenannte Pseudoptose dar. Hierbei sind Muskeln und Brustwarze in der Regel intakt sowie in ihrer natürlichen Position, während die Brüste trotzdem erschlafft erscheinen. Diese Erschlaffung wird meist durch überschüssiges Gewebe hervorgerufen. Auch diese Form kann als störend empfunden werden und erfordert eine individuelle Beurteilung.

Ptosis: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Bruststraffung
Die klassische Behandlung bei hängenden Brüsten ist die Bruststraffung (Mastopexie). In einem operativen Eingriff werden die vorliegenden Gewebeüberschüsse präzise reduziert. Die Schnittführung richtet sich nach dem Ausmaß der Erschlaffung und dem gewünschten Behandlungsziel. Anschließend formt der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie eine natürliche Brust, die harmonisch zum Körperbau der Patientin passt. Oft wird dabei auch die Brustwarze in eine höhere Position versetzt, um ein stimmiges Gesamtergebnis zu erreichen. Die Brüste wirken nach einer professionellen Mastopexie meist straffer und jugendlicher.

Durch eine Bruststraffung wird die Form der Brüste verbessert, während die Brustgröße im Wesentlichen unbeeinflusst bleibt. Die Brüsten können in manchen Fällen etwas kleiner wirken, da das Gewebe nicht mehr so stark hängt, sondern „komprimiert“ wird.

Bruststraffung mit Brustaufbau
Eine zweite Behandlungsmöglichkeit bei hängenden Brüsten ist eine Kombination aus Straffung und Vergrößerung. Um den Brüsten zusätzlich harmonisches Volumen zu verleihen, kann entweder ein Implantat eingesetzt oder körpereigenes Fettgewebe genutzt werden. Auch eine Mischung aus Implantat und Eigenfett kann je nach Indikation sinnvoll sein, um besonders harmonische Übergänge oder Formkorrekturen vorzunehmen.

Persönliche Beratung zur Bruststraffung

Die jeweiligen Möglichkeiten werden immer individuell besprochen. Wenn Sie Interesse an einer Bruststraffung haben, informiert Sie Dr. Ruß gern und stellt gemeinsam mit Ihnen ein passendes Behandlungskonzept zusammen. Vereinbaren Sie einen Termin für Ihr persönliches Beratungsgespräch zur Bruststraffung!

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