Rippling nach Brustvergrößerung – Was ist das?

Rippling nach Brustvergrößerung – Was ist das?

  • Korrektur Rippling Brustvergrößerung

Die Brustvergrößerung zählt nach wie vor zu den beliebtesten Eingriffen der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Moderne Implantate, angepasste Operationstechniken und äußerst individuelle Planungsmöglichkeiten haben dazu beigetragen, dass die realistischen Ergebnisse einer Brust-OP besonders natürlich aussehen und in vielen Fällen zur vollen Zufriedenheit bei Patientinnen beitragen. Doch was ist, wenn das Resultat der Brust-OP nicht vollends überzeugt? Dies kann beim sogenannten Rippling der Fall sein. Was genau darunter zu verstehen ist, wie es zu einem Rippling kommen kann und welche Korrekturmöglichkeiten infrage kommen, erfahren Sie hier in unserem neuen Beitrag.

Was ist ein Rippling nach Brustvergrößerung?

Als sogenanntes Rippling werden Unebenheiten wie Wellen oder Falten nach einer Brustvergrößerung bezeichnet, die durch das Brustimplantat hervorgerufen werden. Sie treten nicht nach jeder Brustvergrößerung mit Implantat auf, sondern können in Einzelfällen und selbst nach präziser und sorgfältiger Planung auftreten. Die Ausprägung ist individuell sehr unterschiedlich und kann von kaum wahrnehmbar bis deutlich spür- und sichtbar reichen.

Häufig wird das Rippling von Betroffenen wie folgt beschrieben:

  • feine Wellenstruktur an der Oberfläche der Brust
  • kleine seitliche Falten an der Brust
  • sichtbare Unebenheiten bei bestimmten Bewegungen
  • tastbare Knitterstrukturen
  • Veränderungen an der Brust beim Vorbeugen oder Liegen

Was sind mögliche Ursachen für ein Rippling?

Vielfach ist ein Rippling multifaktoriell bedingt. Das bedeutet, dass es nicht eine ausschlaggebende Ursache gibt, sondern ein Zusammenspiel aus mehreren Aspekten, die zu der ungewollten Begleiterscheinung beitragen.

  • Art der Implantate: Implantate mit einer eher flüssigen Füllung können das Risiko für ein Rippling erhöhen, da sie in der Regel weniger formstabil sind. Moderne Implantate weisen für gewöhnlich eine sehr gute Formstabilität auf, sodass das Risiko hinsichtlich der Implantatarten sehr gering ist.
  • Lage der Implantate: Brustimplantate können über oder unter dem Brustmuskel eingebracht werden. Bei einer Platzierung über dem Brustmuskel kann es leichter zu einem Rippling kommen, da das Implantat durch weniger Körpergewebe bedeckt wird.
  • Operationstechnik: Die OP-Technik hat einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis der Brustvergrößerung und somit auch auf das Risiko für ein Rippling. Insbesondere wenn die Implantatüberdeckung zu gering ist oder das Implantat nicht optimal an die Anatomie angepasst wird, kann es nach der Brust-OP zu Falten kommen. Durch eine präzise und individuell angepasste Planung der OP lässt sich das Risiko wiederum entsprechend senken.
  • Körpergewicht und Gewebeabdeckung: Bei sehr schlanken Patientinnen kann das Risiko für ein Rippling höher sein, da weniger Eigengewebe an der Brust vorhanden ist, das das Implantat bedecken kann. Ein seriöser Facharzt wird dies bei der Planung berücksichtigen, jedoch bleibt ein gewisses Restrisiko bestehen.
  • Alter und Hautelastizität: Zustand und Qualität des Hautgewebes spielen ebenfalls eine Rolle und haben Einfluss auf den Heilungsprozess. Bei einer geringen Hautelastizität können leichter Falten an den Brüsten nach der Brustvergrößerung auftreten.

Ist ein Rippling gefährlich?

Beim Rippling handelt es sich nicht um einen medizinischen Notfall oder um einen Behandlungsfehler. Stattdessen ist es ein kosmetisches Phänomen, das in Einzelfällen auftreten kann. Es zeigt nicht automatisch an, dass mit den Implantaten etwas nicht stimmt oder Schäden am Implantat vorhanden sind. Ein Rippling kann trotz sorgsamer Planung und optimalem OP-Ablauf auftreten. Ob eine Nachkorrektur stattfindet, entscheiden Patientin und Chirurg im gemeinsamen Gespräch – abhängig von der Ausprägung des Ripplings und ob es von der Patientin als störend empfunden wird.

Wichtig ist es, das Rippling von anderen möglichen Veränderungen nach der Brust-OP abzugrenzen, um eventuelle gesundheitliche Folgen auszuschließen. Hierzu zählt vor allem die Kapselfibrose, aber auch Flüssigkeitsansammlungen, Implantatdefekte sowie tastbare Knoten oder Gewebeveränderungen.

So können Sie ein Rippling erkennen

Eine eindeutige Einschätzung, ob wirklich ein Rippling vorliegt, sollte unbedingt von einem erfahrenen Facharzt durchgeführt werden. Hierfür stehen bei Bedarf bildgebende Verfahren wie MRT oder Ultraschall zur unterstützenden Diagnose zur Verfügung.

Erste Anzeichen, die Patientinnen selbst feststellen können, sind meist leichte wellenförmige Verformungen an den Brüsten, die entweder sichtbar oder tastbar sind. Es ist außerdem möglich, dass die Veränderungen nur bei bestimmten Bewegungen auftreten.

Um den Verdacht auf ein Rippling zu untersuchen, können Patientinnen folgenden Schritte befolgen und sich anschließend an einen Facharzt beziehungsweise an den behandelnden Chirurgen wenden:

1. Betrachten Sie Ihre Brust im Spiegel aus verschiedenen Blickwinkeln. Achten Sie dabei auf ungewöhnliche oder störende Wellen, die sich unterhalb der Haut abzeichnen. Besonders bei seitlicher Ansicht lässt sich ein Rippling oft gut erkennen.
2. Tasten Sie zusätzlich Ihre Brust vorsichtig ab. Sollte ein Rippling vorliegen, sind die Falten möglicherweise auf der Haut spürbar.
3. Bewegen Sie sich langsam vor dem Spiegel hin und her. Manchmal ist ein Rippling nur bei Bewegung zu sehen oder zu spüren. Insbesondere beim Beugen oder Strecken können die Falten dann deutlicher erkennbar sein.

Wie kann eine Faltenbildung bei der Brustvergrößerung vermieden werden?

Das Rippling ist ein bekanntes und in der Regel ungefährliches Phänomen nach einer Brustvergrößerung mit Implantat. Prinzipiell kann es bei jedem Implantat und jeder Technik auftreten. Allerdings sind moderne Methoden so weit entwickelt, dass das Risiko auf ein Minimum reduziert ist.

Insbesondere die Wahl eines erfahrenen Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie, der auf die Brustvergrößerung mit Implantat spezialisiert ist, senkt allgemeine Komplikationsrisiken sowie spezielle Phänomene wie das Rippling. Darüber hinaus können individuelle Anpassungen das Risiko für Rippling weiter senken. Eine Platzierung des Brustimplantats unter dem Brustmuskel kann dazu beitragen, die Gefahr für Falten- und Wellenbildung an der Brust zu reduzieren, da so in der Regel genügend Eigengewebe vorhanden ist, um das Implantat optimal zu bedecken.

Das jeweilige Vorgehen wird persönlich besprochen und individuell angepasst. Nur durch eine präzise und angepasste Behandlung lässt sich ein möglichst harmonisches Ergebnis und ein risikoarmer Ablauf realisieren.

Bestenfalls sollte im Zusammenhang mit dem Wunsch nach einer Brustvergrößerung auch ein extremer Gewichtsverlust vermieden werden. Eine signifikante Gewichtsabnahme kann nämlich dazu führen, dass auch das Gewebe um das Implantat zurückgeht, was wiederum das Risiko für ein Rippling steigern kann.

Behandlungsmöglichkeiten bei Rippling: Was tun, wenn die Falten nach der Brust-OP stören?

Treten nach einer Brustvergrößerung mit Implantat wellenförmige Veränderungen an der Brust auf, bilden sich diese in der Regel nicht mehr selbstständig zurück. Je nach Ursache und Ausprägung gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, mit denen die Faltenbildung korrigiert werden kann.

Implantatwechsel
Eine Möglichkeit, um Rippling zu behandeln, ist ein Implantatwechsel. Sollte das Implantat oder die Implantatgröße als Ursache für die Veränderungen infrage kommen, kann mit einem chirurgischen Austausch das Ergebnis verbessert werden.

Implantate neu positionieren
Liegt es hingegen nicht direkt an der Art oder Größe des Implantats, sondern an der gewählten Implantatlage, kann eine Neupositionierung möglicherweise Abhilfe schaffen. Dabei wird darauf geachtet, dass ausreichend Gewebe das Implantat bedeckt, um das Risiko für Faltenbildung zu senken.

Fetttransplantation
Eine weitere Option ist eine Fetttransplantation. Dabei werden körpereigene Fettzellen aus einem Bereich mit überschüssigen Fettdepots (z. B. Bauch, Oberschenkel) entnommen und speziell aufbereitet. Anschließend werden die Fettzellen in die Brust injiziert, um diese harmonisch zu formen und die unliebsamen Falten zu reduzieren.

Mehr zur Brustvergrößerung – individuelle Beratung in der Parkklinik Karlsruhe

Eine ausführliche Aufklärung zur Brustvergrößerung und zu möglichen Begleiterscheinungen wie ein Rippling erhalten Sie im persönlichen Beratungsgespräch in der Parkklinik Karlsruhe. Dr. Ruß ist erfahrener Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und ein Spezialist für ästhetische Brustchirurgie. Vereinbaren Sie gern einen Termin für eine unverbindliche Beratung, um mehr zur Brustvergrößerung zu erfahren.

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